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Den Lebenslauf als Link verschicken

Stand: 17. September 2026

Eine Bewerbung geht als PDF im Anhang hinaus — so war es zwanzig Jahre, und so

erwartet es die Mehrheit weiter. Daneben gibt es den Weg über eine **eigene

Adresse**: eine Seite mit dem Werdegang, deren Link in der Bewerbung steht.

Beides zusammen ist meist die richtige Antwort. Der Anhang, weil ihn jeder

öffnen kann. Der Link, weil er drei Dinge kann, die ein Anhang nicht kann.

Was ein Link kann und ein Anhang nicht

Er zeigt, ob jemand hineingesehen hat. Nicht wer, nicht wie lange — aber ob

und wann. Nach zwei Wochen Stille ist das die einzige belastbare Auskunft, die

man hat: Wurde die Bewerbung überhaupt geöffnet?

Er lässt sich zurückziehen. Nach einer Absage, nach einer Zusage

anderswo, oder wenn eine Bewerbung länger zurückliegt, als man möchte. Ein

verschicktes PDF liegt für immer in einem fremden Postfach.

Er bleibt aktuell. Wer eine Station korrigiert, korrigiert sie an einer

Stelle. Acht verschickte PDF-Fassungen korrigiert niemand nach.

Was dagegen spricht

Manche Häuser lesen nur, was im Anhang liegt. Große Bewerbungsportale

verarbeiten Dateien, keine Adressen. Wer sich dort bewirbt, lädt das PDF hoch —

der Link steht dann höchstens im Anschreiben.

Ein Link braucht Netz. Wer die Bewerbung ausdruckt und in einer Sitzung

herumgibt, hat ein Blatt in der Hand. Ein QR-Code auf dem PDF schlägt die

Brücke, wenn jemand doch die Seite ansehen will.

Ein Link je Bewerbung, nicht einer für alle

Der entscheidende Punkt, wenn man mitzählen will: **Eine Adresse für alle

Bewerbungen sagt nichts.** Man sieht zehn Aufrufe und weiß nicht, von wem. Mit

einem eigenen Link je Firma gehört jeder Aufruf zu einer Bewerbung.

Der zweite Grund ist die Auswahl: Dieselbe Firma muss nicht alles sehen. Bei

einer Bewerbung als Bäcker interessiert niemanden die eigene Vereinswebsite —

sie kann für diese eine Bewerbung ausgeblendet bleiben, ohne dass ein zweiter

Lebenslauf entsteht.

Was aus einer Seite nicht werden darf

Sie darf nicht in Suchmaschinen stehen. Wer sich aus einer ungekündigten

Stellung bewirbt, riskiert sie, wenn der eigene Arbeitgeber die Seite bei Google

findet. Eine Lebenslaufseite gehört deshalb standardmäßig aus dem Index

heraus — und der Schalter dafür sollte aus sein, nicht an.

Sie darf nicht erratbar sein. Eine Adresse wie `firma.beispiel.de/lebenslauf/anna`

lässt sich durchprobieren. Die Links je Bewerbung tragen deshalb eine zufällige

Kennung, keine Zählnummer.

Was in die Bewerbung schreibt, wer beides nutzt

Im Anschreiben eine Zeile, am Ende, ohne Aufhebens:

Meine Unterlagen finden Sie auch unter anna-beck.lebenslauf.example.de

Der Anhang bleibt, wie er ist.

Zur Reihenfolge der Mappe ändert das

nichts.