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Bewerbungsfoto — ja oder nein

Stand: 17. September 2026

Das Foto im Lebenslauf ist in Deutschland freiwillig. Seit dem

Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz fragt kaum ein Haus danach, und keines darf

eine Bewerbung ablehnen, weil keines dabei ist. Wer eines beilegt, tut das aus

eigener Entscheidung.

Warum manche Häuser ausdrücklich keines wollen

Größere Arbeitgeber bitten zunehmend um anonymisierte Unterlagen: ohne Foto,

manchmal auch ohne Geburtsdatum und Herkunft. Der Grund ist kein

Datenschutzformalismus, sondern der Versuch, die erste Auswahl von Merkmalen zu

lösen, die mit der Arbeit nichts zu tun haben. Steht so etwas in der Anzeige,

ist es keine Bitte, sondern eine Anweisung — wer sie übergeht, fällt auf.

Wann ein Foto hilft

Bewerbung merkbar macht.

Wann es besser fehlt

zugeschnittenes Gruppenfoto — das schadet mehr als das Fehlen.

irritierend.

Was ein brauchbares Foto ausmacht

Kein Studiobesuch nötig, aber drei Dinge entscheiden:

  1. Der Ausschnitt. Kopf und Schultern, hochkant, im Verhältnis 3 zu 4. Das

ist das Format, das jede Vorlage erwartet.

  1. Der Hintergrund. Ruhig und einfarbig. Alles andere zieht den Blick weg.
  2. Die Kleidung, die zur Stelle passt — nicht die festlichste, die man hat.

Beides bereithalten

Wer sich bei mehreren Häusern bewirbt, braucht oft beides: eine Fassung mit und

eine ohne Foto. Zwei Dokumente zu pflegen, führt dazu, dass eine Korrektur in

einem davon vergessen wird.

Praktischer ist ein Schalter je Bewerbung: derselbe Lebenslauf, und beim

Erzeugen entscheidet man, ob das Foto mitkommt.

Genau das macht die Lebenslaufseite —

ein Haken an der Bewerbung, kein zweites Dokument.

Was nicht hineingehört

Geburtsdatum, Familienstand, Staatsangehörigkeit und Religion müssen nicht

dastehen. Seit dem AGG fragt kaum jemand danach, und wer sie angibt, liefert

Merkmale, nach denen niemand gefragt hat.