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Was in eine Bewerbungsmappe gehört

Stand: 17. September 2026

Eine Bewerbung hat eine Reihenfolge, und sie ist keine Geschmacksfrage: Der

Leser öffnet die Datei und erwartet die Stücke in der Ordnung, die er von

hunderten anderen kennt.

Die Reihenfolge

  1. Deckblatt — freiwillig. Name, Beruf, die angestrebte Stelle, oft ein

Foto. Wer keines will, lässt es weg; es fehlt niemandem.

  1. Anschreiben — die einzige Seite, die je Haus neu geschrieben wird.
  2. Lebenslauf — tabellarisch, neueste Station zuerst.
  3. Anlagen — Zeugnisse und Nachweise, das neueste zuerst.

Alles in einer PDF-Datei. Acht Anhänge in einer Mail sind acht Klicks für

jemanden, der an diesem Tag dreißig Bewerbungen öffnet.

Wie viele Zeugnisse

Drei bis fünf. Wer zwölf anhängt, hat nicht ausgewählt, sondern seinen

Ordner ausgeleert — und der Leser sucht sich das Wichtige selbst heraus, wenn er

Lust hat.

Was dazugehört:

Was nicht: Schulzeugnisse bei zehn Jahren Berufserfahrung, Praktikumsbelege aus

der Schulzeit, Teilnahmebestätigungen von Tagesseminaren.

Die Dateigröße

Viele Postfächer nehmen über 5 MB nichts an, manche Bewerbungsportale

weniger. Eingescannte Zeugnisse sind der häufigste Grund, warum eine Mappe zu

groß wird: Ein Blatt in 600 dpi als Farbfoto hat leicht 4 MB, dasselbe Blatt

lesbar verkleinert 200 KB.

Wer verkleinert, prüft danach, ob der Text noch lesbar ist. Ein unleserliches

Zeugnis ist schlimmer als keines.

Der Dateiname

Er wandert durch fremde Postfächer und Ordner. `Bewerbung.pdf` liegt dort neben

vierzig anderen gleichen Namens. Besser:

```

Bewerbung-Anna-Beck-Pflegefachkraft.pdf

```

Umlaute und Sonderzeichen aufgelöst — nicht jedes System kommt damit zurecht.

Was in einer Mappe nichts verloren hat

Arbeitsproben, die niemand verlangt hat. Referenzschreiben von Verwandten. Ein

Motivationsschreiben zusätzlich zum Anschreiben. Und Kopien von

Personalausweis oder Führerschein — die gibt man nicht heraus, bevor jemand

einstellt.

Jede Bewerbung ihre Mappe

Dieselbe Mappe an zwei Häuser zu schicken, ist der häufigste Fehler einer

Bewerbung: Das Anschreiben passt dann zu einem von beiden. Der Brief gehört

deshalb an die Bewerbung, nicht an den Lebenslauf —

wie der Link, den man je Firma verschickt.